Gottesdienst für Rettungskräfte am 23.10.2011

Wenn Du durch Wasser gehst, werde ich bei Dir sein. Ströme sollen Dich nicht überfluten! Wenn Du durch Feuer gehst, wirst Du nicht verbrennen; die Flammen werden Dich nicht verzehren! Denn ich bin der Herr, Dein Gott.
Jesaja 43,2-3a

Wir haben uns dazu verpflichtet, Menschen zu dienen. Manche von uns müssen in brennende Häuser gehen, andere ins Wasser springen, dann müssen manche durch dunkle Wälder laufen um Menschen zu suchen, oder bei einem Massenanfall von Verletzten sich um die vielen Patienten kümmern.

All das ist anstrengend, all das fordert viel Kraft von uns ab. Manch einer hat hohen Respekt vor so einer Situation andere haben sogar Angst. Wir müssen aber keine Angst haben, wir sind nicht allein! Wir dürfen auf Gott hoffen, wir dürfen ihn um Hilfe bitten. ER ist da, und ER lässt uns nicht im Stich, wenn wir IHN bitten. ER ist unser Schutz, auf IHN dürfen wir vertrauen. ER hat es zugesagt, „wenn wir durch Wasser gehen, wenn wir durchs Feuer müssen“ , dann ist ER da und beschützt uns. Es kann uns nichts passieren.

Nun wir sind gut ausgebildete Leute und wissen um die Gefahren die da auf uns zu kommen, wir wissen, was passieren kann. Und nun heißt es, ER kann uns beschützen? … Ja, denn er ist der HERR, unser Gott. ER ist allmächtig und allgegenwärtig und passt auf uns auf. Wenn Gott für uns ist, wer kann dann gegen uns sein? (Röm. 8,31)

Ich selbst gehe ohne IHN in keinen Einsatz. Ok, meistens denke ich nicht gleich daran, zu beten, ich meine, dann denkt man ja alles Mögliche: mit welchem Auto fahr ich, welches Boot brauche ich, welche Strecke fahre ich. Aber ich weiß, dass er trotzdem da ist. Er kennt mich und er weiß, dass ich ihn brauche, auch ohne ihn zu fragen. Wenn ich dann mal in einer Situation stehe, in der ich nicht weiter weiß, dann bete ich, ich frage Gott. Und er hilft. Das ist wie mit den Überraschungseiern. Wer Kinder hat, kennt das vielleicht. Da ist in dem kleinen gelben Behälter ein Spielzeug drin, das man manchmal erst noch zusammenbauen muss. Nicht immer bekommt man das als Kind auf Anhieb zusammengebaut. Und dann? Umdrehen, zum Vater gehen und „Papa mach mal“.

Unser Vater im Himmel ist da wie einer von uns. Wenn wir ihn in unserer Not anrufen, dann ist er da. Der Vers 15 aus dem Psalm 50 sagt genau dies aus: „Rufe mich an in der Not, so will ich Dich erretten und Du sollst mich preisen.“ Nur dass wir nicht die 112 vorwegwählen müssen. Nun klingt das ein wenig hart: „Und Du sollst mich preisen.“ Und was wenn ich das nicht mache? Keine Angst, wenn Ihr wisst, das ER es war, der Euch unterstützt hat, dann dankt ihr IHM schon fast automatisch. Ich tue es … immer wieder. Danke, Herr!

Nun ist das hier ein Gottesdienst für die Rettungskräfte unserer Stadt. Dennoch kann man das, was Sie gerade gehört haben, auf jeden Menschen, egal ob Retter oder nicht, anwenden. Und auch auf jede schwierige Situation.

Nun muss man nicht dauernd durchs Feuer gehen oder durch die Nordsee nach Helgoland schwimmen, da gibt es zum Glück Schiffe. Aber man kann durch andere Schwierigkeiten gehen, Arbeitslosigkeit z.B., wir können Gott vertrauen, dass er uns versorgt. Krankheit, ich kenne da jemanden, war sehr schwer krank, ist vorletzte Woche auch verstorben, aber sie hat nicht geklagt, sie fühlte sich von Gott getragen. Schulstress, wenn Euch die Klausuren nur so um die Ohren fliegen, eine nach der anderen geschrieben werden soll. Gott ist da, er hilft Euch beim Lernen und beim Schreiben.

Wenn wir uns entscheiden Jesus zu folgen, und ihm unser Leben anzuvertrauen, dann können wir Berge versetzten. Und vor allem macht es uns dann nichts aus, Menschen zu helfen, weil wir es aus SEINER Liebe heraus tun. Dann können wir Lasten tragen und den Menschen eine wahre Stütze sein.


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