Weil ER uns liebt

Wer kann sich noch an seinen Konfirmanden- oder Bibelunterricht erinnern?
Wie war das mit der Schöpfungsgeschichte? (1. Mose 1)

1. Tag Licht
2. Tag Himmel
3. Tag Erde, Meer & Pflanzen
4. Tag Sonne, Mond & Sterne
5. Tag Wassertiere & Vögel
6. Tag Landtiere & Mensch
7. Tag Ausruhen

Und sah das es gut war, außer beim Menschen, da war es sehr gut 😉

Dann schuf Gott die Frau. (1. Mose 2)

Und was passierte dann) Der Sündenfall:
 Plötzlich gingen beiden die Augen auf, und ihnen wurde bewusst, dass sie nackt waren. Hastig flochten sie Feigenblätter zusammen und machten sich einen Lendenschurz. 8 Am Abend, als ein frischer Wind aufkam, hörten sie, wie Gott, der Herr, im Garten umherging. Ängstlich versteckten sie sich vor ihm hinter den Bäumen. 9 Aber Gott rief: „Adam1, wo bist du?“ 10 Adam antwortete: „Ich hörte dich im Garten und hatte Angst, weil ich nackt bin. Darum habe ich mich versteckt.“ 11 „Wer hat dir gesagt, dass du nackt bist?“, fragte Gott. „Hast du etwa von den verbotenen Früchten gegessen?“ 12 „Ja“, gestand Adam, „aber die Frau, die du mir gegeben hast, reichte mir eine Frucht – deswegen habe ich davon gegessen!“ 13 „Warum hast du das getan?“, wandte der Herr sich an die Frau. „Die Schlange hat mich dazu verführt!“, verteidigte sie sich. 14 Da sagte Gott, der Herr, zur Schlange: „Das ist deine Strafe: Verflucht sollst du sein – verstoßen von allen anderen Tieren! Du wirst auf dem Bauch kriechen und Staub schlucken, solange du lebst! 15 Von nun an werden du und die Frau Feinde sein, auch zwischen deinem und ihrem Nachwuchs soll Feindschaft herrschen. Er wird dir den Kopf zertreten, und du wirst ihn in die Ferse beißen!“ 16 Dann wandte Gott sich zur Frau: „Du wirst viel Mühe haben in der Schwangerschaft. Unter Schmerzen wirst du deine Kinder zur Welt bringen. Du wirst dich nach deinem Mann sehnen, aber er wird dein Herr sein!“ 17 Zu Adam sagte er: „Deiner Frau zuliebe hast du mein Verbot missachtet. Deshalb soll der Ackerboden verflucht sein! Dein ganzes Leben lang wirst du dich abmühen, um dich von seinem Ertrag zu ernähren. 18 Du bist auf ihn angewiesen, um etwas zu essen zu haben, aber er wird immer wieder mit Dornen und Disteln übersät sein. 19 Du wirst dir dein Brot mit Schweiß verdienen müssen, bis du stirbst. Dann wirst du zum Erdboden zurückkehren, von dem ich dich genommen habe. Denn du bist Staub von der Erde, und zu Staub musst du wieder werden!“ 20 Adam gab seiner Frau den Namen Eva („Leben“), denn sie sollte die Stammmutter aller Menschen werden. 21 Gott, der Herr, machte für die beiden Kleider aus Fell. 22 Dann sagte er: „Nun ist der Mensch geworden wie wir, weil er Gut und Böse erkennen kann. Auf keinen Fall darf er jetzt von dem Baum essen, dessen Frucht Leben schenkt – sonst lebt er für immer!“ 23 Darum schickte er die beiden aus dem Garten Eden fort und gab ihnen den Auftrag, den Ackerboden zu bebauen, aus dem er sie gemacht hatte. 24 An der Ostseite des Gartens stellte er Engel mit flammenden Schwertern auf. Sie sollten den Weg zu dem Baum bewachen, dessen Frucht Leben schenkt.

Was war das denn?
Gott kam auf die Erde und suchte die beiden, die haben sich aber versteckt, hatten Angst. Sie haben ja auch echt Mist gebaut, Hatte Gott ihnen nicht verboten, davon zu essen? Gott wurde richtig sauer auf die beiden, wollte sie zerschmettern, weil sie nicht das gemacht haben, was er ihnen sagte.

Blitze, Erdbeben, Kometenhagel: ARMAGEDDON!!!!

Nein! er war nicht sauer. Was machte er stattdessen?

Er warf sie aus dem Paradies, einen Arschtritt und raus! Gott sitzt dann in seinem Liegestuhl schlürft Cocktails und hüpft ab und zu mal in seinen Pool, den Adam eben noch mal ausheben sollte, und lässt es sich gut gehen.

Nee, natürlich nicht, Gott ist nicht im Paradies geblieben und hat sich einen schönen Lenz gemacht, er ist mit den beiden gegangen, er hat sie nicht allein gelassen.

Gott hat den beiden ein paar schicke Klamotten genäht. Nicht made by Gucci sondern made by God. Was kommt wohl cooler?

Übrigens, die Klamotten waren aus Haut, so ist die 1:1-Übersetzung aus dem Hebräischen. Man vermutet, dass es Lammfelle waren.
Somit musste wegen der Sünde von Adam und Eva ein Lamm sterben, also zumindest ein Tier.

Gott hat die beiden aus dem Paradies geschickt, hat dann noch einen Türsteherengel mit Lichtschwert vor den Baum des Lebens gestellt, damit der Mensch bloß nicht auf die Idee kommt, von dem Baum auch noch zu essen.
Ist das nicht blöd? Die beiden tollsten Früchte will Gott unbedingt für sich behalten.
Voll gemein, voll unfair! 

Kennt Ihr das auch? Ihr wollt Euch unbedingt einen Film anschauen, FSK 18? Aber Eure Eltern sagen „Nein“. Ihr regt Euch dann voll auf, schlagt Küchenschränke und -schubladen zu, es denn, die Küche ist von IKEA.

Warum machen Eure Eltern das? Warum verbieten sie uch, den Film zu gucken, aber dann selber setzen sie sich sofort hin und ziehen sich den rein?

Ich will Euch mal eine Story erzählen:
Jurassic Park, der erste teil, wer kennt den? Er kam 1993 ins Kino, FSK 12, ich voll der riesen DIno-Fan,hatte Figuren, Hefte und ganze Fachbücher zu Hause, die hat übrigens Jimmy Yarlett jetzt 🙂 . Ich musste diesen Film unbedingt sehen und meine Eltern sagten „nee, besser nicht, der ist noch nichts für Dich“.
Der Film ist FSK 12! 
Ich gerade 12 geworden. Also, wo ist das Problem? Ich bin trotzdem in den Film gegangen, und spätestens bei der Szene, wo der T-Rex den Typen auf dem Klo auffrisst, die Beine noch die letzten Zuckungen von sich geben, war ich in meinem Kinosessel verschwunden. Das war gruselig!

Ich kann Euch sagen, meine Eltern wollten mir den Film nicht vorenthalten, sie wussten nur, dass der Film gruseliger ist, als mir gut tun würde. Sie wollten mich schützen.

Genauso ist es mit den beiden Bäumen gewesen. Das Essen der Früchte hätte Folgen gehabt, die Gott den Menschen lieber nicht zugemutet hätte, weil er uns liebt. Nun hat der Mensch da etwas anders gedacht und schön vom Baum der Erkenntnis gefuttert. Die Früchte waren sicher lecker. Es steht übrigens nicht in der Bibel, dass es ein „Apfel“ war. So, weil der Mensch nun die Erkenntnis hat, dass er nackt ist und zwischen Gut und Böse unterscheiden kann, wäre es jetzt noch heftiger gewesen, wenn er auch noch unendlich lange mit dieser Plage leben muss. Deswegen hat Gott den anderen Baum abschirmen lassen und den Kaya-Yanar-Verschnitt mit dem Schwert davor gestellt.
„Ey, Du kommscht hier nisch rein!“

Nicht weil Gott den für sich haben will, sondern, weil es uns nicht gut getan hätte.

Ich hatte vorhin gesagt, Gott ist mit den beiden aus dem Paradies gegangen. Wäre er drin geblieben, könnte er jetzt nicht hier bei uns sein.

Wisst Ihr noch, was Gott gesagt hatte, wenn er etwas geschaffen hat und der Tag zu Ende war?

Genau, „es war sehr gut“ und beim Menschen? „Es war sehr gut!“ Wenn Gott wusste, dass der Mensch sehr gut war, dann war es keine Überraschung für Gott, dass der Mensch sich nicht an die Anweisungen Gottes gehalten hat. Und Gott wollte sich trotzdem um den Menschen kümmern.

Von nun an werden Du und die Frau Feinde sein, auch zwischen Deinem und ihrem Nachwuchs soll Feindschaft herrschen. Er wird Dir den Kopf zertreten, und Du wirst ihn in die Ferse beißen!“
1. Mose 3, 15

Wer war die Schlange? Satan.
Das war die erste Prophezeihung für das Kommen des Messias, Jesus wird den Satan besiegen und Jesus wurden bei der Kreuzigung die Füße durchbohrt.

Für Gott war da schon klar, dass Jesus kommen wird! Und wir machen uns Gedanken darüber, dass wir ihn enttäuscht haben können…

Ok, kommen wir wieder zurück: Seid Ihr Gottes Kinder? Warum? Warum bist Du Gottes Kind?

So, nun gehen wir mal einen Schritt: Der blöde Sack in meiner Klasse, der von Gott nichts wissen will, der Dich nervt bis zum Geht-nicht-mehr, mit dem Du nichts zu tun haben willst. Ist der Gottes Kind?

Ihr kennt die Gleichnisse von der Verlorenen Münze, dem Verlorenen Schaf oder dem Verlorenen Sohn?

Die Frau hatte ihre Münze verloren. Sie ist unter den Schrank gerollt, wo die Wollmäuse und andere Mäuse hausten, da waren sicherlich auch Brotkrümel, gammliger Käse und dazwischen lag jetzt die Münze.

Hatte die Münze an Wert verloren? War sie der Frau egal geworden?

Nein, die Münze war immer noch so viel Wert, Die Münze war der Frau immer noch wichtig.

Oder das dumme Schaf, läuft einfach weg, raus aus der Herde, weg von den behüteten Augen des Hirten. Ab in die Wüste, zwischen Dornensträucher und Kakteen, völlig verstaubt, verletzt durch die Dornen und vielleicht auch durch Aasgeier, die nicht warten wollten. War das Schaf jetzt kein Schaf mehr? Das Schaf war dem Hirten auch nicht egal, er ging los, es zu suchen.

Jetzt der verlorene Sohn. Hat sich das Erbe auszahlen lassen, ab ins Las Vegas von Israel und hat eine Party nach der anderen gefeiert. Bis das Geld weg war. Kein Geld, keine Party, keine Freunde und noch viel schlimmer: kein essen, keine Wohnung. Was hat er getan, um zu überleben? Schweinehüten. Und weil er auf die Schweine aufgepasst hat, durfte er dann auch von dem essen, was die bekommen haben.
Er besann sich, wollte zurück zum Vater, weil da selbst der kleinste Knecht genug zu Essen hatte. Also ging er zurück, um bei seinem Vater als Knecht zu arbeiten.
Was passierte aber?
Der Vater sah ihn von Weitem und rannte ihm entgegen, hat nicht gewartet und gesagt: „Da bist Du ja endlich!“ oder „Du willst arbeiten? ok, die Ställe müssen ausgemistet werden, meine Arbeiter brauchen eh mal Urlaub, dann kannst Du das ja mal eben alleine machen.“ Nein, er lief ihm entgegen, das machte man als alter Mann nicht. Alte Männer sind nicht gerannt. Er schon. Er umarmte seinen Sohn, küsste ihn. Hallo, der muss gestunken haben wie Sau! Und was sagte er?
„Mein Sohn!“
Zack, schnell die coolsten Klamotten an, den Familienschmuck, nix mit Arbeiten im Dreck, Party war angesagt. Das beste Tier auf’n Grill und los geht’s.
Und warum? Weil er immer noch der Sohn ist. das war nie anders. Als er ging war er der Sohn, als er weg war, dachte der Vater immer an seinen Sohn, und deswegen war er als er wiederkam immer noch der Sohn.

Wer jetzt darüber nachdenkt, dass sein blöder Klassenkamerad eine Party bekommt, wenn er zu Gott kommt, weil er ja anscheinend immer noch ein Kind Gottes ist, und man selber, der immer zur Jugend und zum Gottesdienst kommt, jeden Freitag in der Band spielt, immer brav zur Housegroup geht, keine Party feiern darf, der irrt.

Wie war das mit dem Bruder des verlorenen Sohnes? Der sich aufgeregt hat, dass für seinen Bruder das Beste vom Besten auf den Tisch geknallt wird? Sein Vater sagt ihm: „Hej, Du konntest jeden Tag eine Party feiern, er hatte da draußen aber nicht wirklich was zum Feiern. Komm mit rein!“

Kein Groll, kein Hass gegenüber dem Sohn, was der sich denn denken würde. Nein reine Liebe!
Zu beiden!
Zu Dir zu mir und auch zu dem blöden Klassenkameraden.

Der Klassenkamerad ist ein Kind Gottes, ob er will oder nicht. Gott hat auch ihn geschaffen und gesagt, dass er sehr gut ist. Und deswegen sollten wir ihn auch so behandeln. Zeig ihm, dass sein Vater ihn liebt.

Du musst ihn jetzt nicht mehr mit aller macht missionieren, dass ihm die Ohren schlackern, der Kopf raucht und explodiert, die Bibel in der einen Hand, das Kruzifix in der anderen.

Aber wenn Du Dein Leben mit Christus authentisch lebst und nach außen hin offen bist, dann wird er das merken und es wird ihn beschäftigen.

Ich hatte am Mittwoch meinen letzten Arbeitstag. Und die Kollegen haben gesagt, dass sie gerne mit mir zusammengearbeitet haben.
Mein Ingenieur sagte sogar, dass ihm meine ruhige Art und der freundliche Umgang mit den kollegen, aber auch gerade mit den Kunden, sehr gefallen hat. Er hatte einen Fall mitbekommen, bei dem der Kunde richtig ausgetillt ist, mit Rechtsanwalt und Prozess gedroht hat. Die anderen Kollegen wollten mit ihm nichts mehr zu tun haben, das kam öfter vor, er hatte mehrere Anlagen gebaut. Und so landete der Fall auf meinem Schreibtisch. Er rief nachher von sich aus nur noch bei mir an, weil ich immer so freundlich war, selbst wenn er es nicht war. Wir hatten nachher immer ruhige Gespräche.

Ich kann euch sagen, immer leicht war das nicht. Ich will damit nicht angeben, aber ich will Euch sagen, Ihr könnt die Welt verändern. Ihr habt die Macht von Gott bekommen, die Welt zu verändern.

Und warum wir? Weil wir SEINE Kinder sind. Weil ER uns liebt.


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