Genug!

Es ist genug!
Es reicht!

Wir planen ein Abendessen und machen uns Gedanken, ob das reicht, was wir planen. Also fahren wir alles auf, was wir finden können: Grüner Salat, Nudelsalat, Kartoffelsalat, Gurkensalat, Rinderbraten und Schweinesteak, nicht zu vergessen das Hühnerbrustfilet, dazu Kroketten, Salzkartoffeln und Pommes. Auch das Gemüse darf nicht fehlen: Erbsen-Möhren, Blumenkohl, Brokkoli. Alles übergossen mit einer herrlich leckeren Sauce Becchamel.
Wer jetzt nicht Hunger hat… 😉

Das ist viel Essen und zwar mehr als genug.

Wir haben ja das Abendmahl immer eher spärlich gefeiert, es gibt den Brotwürfel und den Schluck Saft. Wie soll uns dieser kleine Würfel satt machen?

Ich habe das Thema dieser Andacht „Genug!“ genannt. Und wenn wir uns jetzt die Frage stellen, wie das mit dem eben gesagten zusammen passt, dann lautet die Frage nicht, wie uns der Würfel satt machen kann, sondern wie der Würfel genug sein sein soll.

Ich sage: „Der Würfel soll uns gar nicht satt machen.“
Das Brot, was wir gleich essen werden, hat gar nicht den Zweck uns satt zu machen. Es ist eine Erinnerung an das, was Jesus für uns getan hat. Er gab sein Leben am Kreuz, damit wir leben dürfen. Er hätte das gar nicht tun brauchen, aber er tat es.
Aus Liebe!
Also ist das Brot und der Wein einfach nur ein Symbol. Es war halt das, was Jesus als letztes mit seinen Jüngern gegessen hat.

Nun sage ich Euch: „Der Würfel soll uns satt machen!

Ja was denn nun? Satt oder nicht satt?

Der Würfel ist nicht einfach nur ein Symbol. Der Würfel bedeutet viel mehr.
Als Jesus mit seinen Jüngern das Brot brach, sagte er: »Nehmt und esst! Das ist mein Leib.« (Matthäus 26:26 HFA) Er hat nicht gesagt: „Das ist ein Symbol für meinen Leib.“ Er sagte „Das ist mein Leib.“
Es geht also darum, dass wir Jesus in uns aufnehmen. Dass wir von ihm essen. Und jetzt kommt der Punkt, warum ich sage, dass uns der Würfel satt machen soll. Wenn wir Jesus in uns aufnehmen, dann ist unser Hunger gestillt. Damit meine ich nicht den körperlichen Hunger, das verkrampfende Gefühl im Bauch, weil wir nicht gefrühstückt haben, sondern den Geistlichen Hunger, die Sehnsucht nach mehr, die Sehnsucht nach dem Sinn des Lebens. Wir müssen nicht mehr suchen, in Jesus haben wir ihn gefunden.

Deswegen ist der kleine Brotwürfel genug, deswegen macht er satt. Weil wir wissen, dass Jesus unsere Sehnsucht stillt.

Ein Beispiel, dass Jesus zu vertrauen, genug ist, ist die Speisung der 5000. Die Jünger haben eingesammelt, was da war, und es waren nur fünf Brote und zwei Fische. Aus dem bisschen hat er 5000 Männer satt gemacht, dazu noch viele Frauen und Kinder. Und als sei es doch noch nicht genug, es blieben noch zwölf Körbe voll übrig. Das waren keine Einkaufskörbe, es waren Körbe in die ein 10jähriges Kind locker rein passt.

Natürlich ist der Brotwürfel immer noch Brot, man kann aber nicht sagen, dass es nur ein Symbol ist, man kann aber auch nicht sagen, dass es kein Brot mehr ist.
Es stillt den Hunger nicht, aber es stillt ihn doch.

Vertrau auf Gott, er wird es wohl machen. Vertrau auf Jesus und Du hast genug.

Corrie ten Boom, eine niederländische Christin, die sich gegen die Nazis durchgesetzt hat und Juden geholfen hat, hat mal gesagt: „Manche Menschen vertrauen dem Herrn, dass er ihre Seele rettet, nicht aber, dass er für ihr tägliches Leben sorgt.“

Ich kann das verstehen, es geht mir ähnlich, ich sorge mich, dass es nicht reicht. Dass mir Geld fehlt, dass ich nicht genug zu Essen bekomme und und und…
Aber Jesus hat gesagt, dass wir alles im Überfluss haben. Und im Nachhinein muss ich sagen, es hat gereicht. Ich habe mein Studium ohne Geldeingang gemacht, ich habe nicht gewusst, wie ich das Essen bezahlen soll, ich weiß, dass ich die Unterbringungskosten nicht gleich bezahlen muss, aber ich brauche doch etwas zu Essen…
Es hat immer gereicht.
Aber das Vertrauen war dennoch nicht einfach.
Ich möchte Euch ermutigen, Euch Jesus zuzuwenden und für das tägliche zu bitten.

Er wird Euch versorgen.
Es wird reichen.
Es ist genug.

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