Ich bin dann mal weg

Ich bin dann mal weg!

Keine Angst, ich geh jetzt nicht gleich wieder, das ist nur der Titel meiner heutigen Predigt.
Es ist aber auch der Titel eines Buches von Hape Kerkeling, in dem er seine Erlebnisse erzählt, die er auf dem Jakobsweg gemacht hat.

Als Jakobsweg (spanisch Camino de Santiago) werden eine Anzahl von Pilgerwegen durch ganz Europa bezeichnet, die alle das angebliche Grab des Apostels Jakobus in Santiago de Compostela in Galicien (Spanien) zum Ziel haben. In erster Linie wird darunter der Camino Francés verstanden, jene hochmittelalterliche Hauptverkehrsachse Nordspaniens, die von den Pyrenäen zum Jakobsgrab führt und die Königsstädte Jaca, Pamplona, Estella, Burgos und León miteinander verbindet. Diese Route, so wie sie heute noch begangen wird, entstand in der ersten Hälfte des 11. Jahrhunderts.
Nun ist es so, dass, wenn man diesen Weg wandert oder besser gesagt pilgert, man sich eine ganze Weile mit sich selbst oder auch mit Gott unterhalten kann. Hape Kerkeling hat dieses gemacht und ganz interessante Dinge über sich herausgefunden.
Für alle anderen ist man dann in der Zeit nicht erreichbar, also weg.

Auch möchte ich keinen Gegenpunkt zu Eurer letzten Frauenstunde bieten, die ja das Thema „Ich bin dann mal da“ hatte. Wobei mich schon interessieren würde, um was es da ging.

Ich fand den Titel ganz nett und deswegen habe ich ihn mal für diese Predigt übernommen. Denn hier geht es darum, dass Jesus seinen Abschied bekannt gibt.
Dieser Abschnitt ist ein Teil seiner Abschiedsrede.
Ich lese aus Johannes 15,26-16,4
26 Wenn ich beim Vater bin, werde ich Euch den Beistand schicken. Das ist der Geist der Wahrheit, der vom Vater kommt. Wenn er kommt, wird er als Zeuge für mich auftreten.
27 Auch Ihr werdet als Zeugen für mich auftreten, denn Ihr seid von Anfang an bei mir gewesen.
1 Das habe ich Euch gesagt, damit Euch niemand von mir abbringen kann.
2 Sie werden Euch aus der jüdischen Gemeinde ausschließen. Ja, es kommt die Stunde: Dann wird jeder, der Euch tötet, meinen, dass er Gott damit einen Dienst erweist.
3 Das werden sie tun, weil sie weder den Vater noch mich erkannt haben.
4 Ich habe Euch das jetzt schon gesagt. Wenn dann die Stunde kommt, werdet Ihr Euch daran erinnern, dass ich es Euch angekündigt habe.

Wir, die wir nun 2000 Jahre später die Bibel kennen und ein Kirchenjahr etabliert haben, wissen, es geht auf Pfingsten zu.
Damals aber wussten die Jünger das nicht. Jesus hatte ihnen mehrmals von seinem Vorhaben, zum Vater zu gehen erzählt, aber wie sollten sie sich das vorstellen. Man geht ja nicht mal eben über die Straße und ist bei Gott. Also, wohin will er, und warum will er uns einen Beistand schicken. Es ist doch alles gut. Jesus lebt wieder, hat den Tod ausgetrickst und nun kann es wieder vorwärts gehen.
Schließlich will unsere Welt erobert werden!
Aber Jesus erzählt ihnen, dass er gehen wird. Und dass es für sie nicht einfach werden wird, wenn er sie allein lässt.
Er geht, er lässt sie im Stich: „Ich bin fertig mit dieser Welt, versucht Ihr Euer Glück!“

Nein, so war das nicht. Gott lässt seine Jünger doch nicht allein!

Er wird den heiligen Geist schicken, den Beistand, den Tröster.
Jesus sprach, dass er vorausgehen wird, das er die Wohnungen im Hause seines Vaters bereiten wird. Während wir auf der Erde noch unseren Auftrag zu erfüllen haben, geht er los und bereitet unsere Ruhestätte vor. So wie Tine Witwer marschiert er los und kümmert sich um unsere Wohnungen.
Er sendet uns den Tröster. Aber warum?
70 Jahre später, als Johannes sein Buch schreibt, wissen die Nachfolger Jesu es: Sie werden nicht verstanden, sie werden verhöhnt, verfolgt, von den Juden wie auch von den Römern. Sie sind zwischen alle Fronten geraten und fühlen sich im Stich gelassen. In dieser Zeit erinnert uns der Evangelist Johannes daran, dass sie nie alleine sind, sie haben den Heiligen Geist bekommen. Jesus hat ihn geschickt.
Im Text steht, dass Jesus den Geist vom Vater senden wird. In Johannes 14,16 ist der Vater derjenige der den Geist senden wird. Das ist kein Beweis für die Schizophrenie Gottes sondern der Beweis für die Gleichheit zwischen Jesus und Gott. Wer selbst als Gott könnte jemanden senden, der Gott ist. „Der Geist der Wahrheit geht vom Vater aus.“
Das bedeutet, das er ständig vom Vater ausgesandt wird.

Dieser Geist soll sie in der Liebe bestärken, damit sie zusammenhalten. Dieser Geist soll ihnen Mut machen und sie in der Hoffnung bestärken. Dieser Geist soll den Glauben wach halten, dass Jesus Christus der Herr über alle Dinge ist.
Die Berichte aus dieser Zeit berichten in eindrücklicher Weise, wie die frühen Christen zusammen hielten und dem Druck der Verfolgung widerstanden. Es war der Geist Gottes, der ihnen diese Kraft gab. Und wenn wir hören und lesen, wie Christen in allen Zeiten trotz Not und Verfolgung an ihrem Glauben festhielten, bekommen wir einen Eindruck davon, wie dieser Geist der Wahrheit den Menschen beistehen kann: wir denken an die Geschwister Scholl, an Dietrich Bonhoeffer, Maximilian Kolbe, Edith Stein, die im Naziterror ihr Leben für die Wahrheit lassen mussten und in ihrer Not trotzdem stark waren. Wir denken an die vielen unbekannten Christen, die heute in vielen Ländern um des Glaubens willen verfolgt werden und die trotzdem für ihren Glauben einstehen. Jesus verspricht seinen Jüngern kein sorgenfreies und beschwingtes Leben, sondern ein Leben mit Sorgen, Nöten und Traurigkeiten. In alledem aber lässt er uns nicht allein!

Doch was sagt uns das hier und heute? Von Verfolgung kann, Gott sei Dank, wirklich keine Rede sein. Unsere wirtschaftlichen Probleme sind ein Nichts gegenüber der Not, wie sie Menschen in den armen Ländern zu erdulden haben. Wir können frei predigen und unsere Meinung sagen: Man mag hier und da anecken, aber verfolgt wird niemand. Also: Wozu brauchen wir einen Beistand, einen Anwalt, einen Geist der Wahrheit?
Sorry, aber es sieht eigentlich gar nicht so gut aus. Immer mehr Christen werden verfolgt. Nicht nur in Syrien, nein, mittlerweile mitten unter uns. Schauen wir doch mal in die Flüchtlingslager, was ist denn da gerade los? Versteht mich bitte nicht falsch, ich bin ganz und gar nicht gegen Flüchtlingshilfe, im Gegenteil, ich Gründungsmitglied eines Vereins, der sich derzeit hauptsächlich um Flüchtlingsfamilien kümmert. Mit allem Drum und Dran: Ansprechpartner für Kindergärten und Schulen, Verhandlungen mit Anwälten, Begleitung bei Arztbesuchen und anderen Amtsangelegenheiten, Abschiebung. Ich höre nur immer wieder davon, dass Flüchtlinge wegen ihres Glaubens in unserem Land Zuflucht suchen, dann erst mal in Flüchtlingsheime kommen, wo sie dann von anderen Flüchtlingen wegen ihres Glaubens angegriffen werden.
Klingt immer noch nicht nach uns. Sicher, das sind fremde Kulturen. Aber es sind unsere Geschwister.

Und dennoch habe ich Beispiele, die uns betreffen. Da ist jemand, der seinen Glauben vertritt, der nicht nur dem nachplappert, was die anderen reden. Ich spreche hier mal ganz offen über Olaf Latzel. Nun ja, seine Wortwahl mag diskussionswürdig sein, aber er hält treu zu Jesus und seinem Wort. Ist nicht nur ein Fan.
Es gab mal vor ein paar Jahren eine Bewegung. Eigentlich hat ein Pastor auch nur mal das gesagt, was er denkt und hat damit Leute gefunden, die auch so denken. Der Pastor heißt Kyle Idleman und sein Thema heißt „Not A Fan“.
Einer der wichtigsten Verse in seinen Gedanken ist Lukas 9, 23: „Wer mir folgen will, der verleugne sich selbst und nehme sein Kreuz auf sich täglich und folge mir nach.“
Sein kein Fan, kein enthusiastischer Bewunderer, sei ein echter Nachfolger, auch wenn es gerade nicht so gut geht. Scheinbar jeder gegen Dich ist.
Wir stehen aber nicht alleine.

Kurz vor seinem Tod lehrte Jesus seine Jünger: „Wenn der Tröster kommen wird, den ich euch senden werde vom Vater, der Geist der Wahrheit, der vom Vater ausgeht, der wird Zeugnis geben von mir… Das habe ich zu euch geredet, damit ihr nicht abfallt.“ Oder eigentlich: „… damit euer Glaube nicht ins Stolpern kommt.“ Und dann prophezeite Jesus den Aposteln ganz offen, was auf sie zukommt: „Sie werden euch aus der Synagoge ausstoßen. Es kommt aber die Zeit, dass, wer euch tötet, meinen wird, er tue Gott eine Dienst damit.“ Mit diesen Worten bereitete Jesus seine Jünger auf die Zeit nach Pfingsten und Himmelfahrt vor. Auf die Zeit also, wo die führenden Juden mit Feindschaft und Verfolgung auf das Evangelium von Jesus Christus reagieren. Auf die Zeit, wo die selbstherrlichen Römer zu grausamen Christen­verfolgungen ansetzen. Auf die Zeit, wo dann auch innerhalb der jungen christlichen Kirche allerlei Irrlehrer und falsche Propheten aufstehen und alles durcheinander bringen. Auf die Zeit, wo Jesus nicht mehr sichtbar bei ihnen ist. Aber, das verspricht er ihnen, er lässt sie in dieser Zeit nicht im Stich. Er bleibt bei ihnen als hilfreicher Freund, und zwar durch den Heiligen Geist, den er ihnen als seinen Stellvertreter schickt. „Tröster“ nennt er den Heiligen Geist, auf griechisch „παράκλητος“; wörtlich heißt das „der Herbeigerufene“. Wenn damals im Krieg ein Soldat in eine lebens­bedrohliche Situation geriet, dann rief er schnell einen Kameraden herbei, der ihm heraushelfen sollte; „Paraklet“ wurde so ein hilfreicher Freund im Kampf genannt, „Tröster“. Oder wenn ein Bürger verklagt wurde und in einen heiklen Rechtsstreit geriet, dann nahm er sich einen guten Anwalt, der seine Interessen bestens vertrat; „Paraklet“ wurde auch so ein hilfreicher Freund bei der Gerichtsverhandlung genannt, „Tröster“. Jesus verheißt allen seinen Jüngern: So ein hilfreicher Freund, so ein lebensrettender Kamerad, so ein geschickter Anwalt, so ein Tröster ist Gottes „Paraklet“, der Heilige Geist. Der wird euch die Wahrheit des Evangeliums bezeugen, Gottes Liebe in Jesus Christus, die ewig bleibt und zum ewigen Leben führt. Und der wird euch darüber hinaus dazu befähigen, selbst von der Wahrheit Zeugnis zu geben.

Wenn du also mal als einziger Christ mit lauter Nicht­christen zusammen bist und dein Glaube ins Stolpern zu kommen droht, und wenn sie dich dann höflich lächelnd so etwas wie Überlegenheit spüren lasen, ein paar witzige Bemerkungen über Gott machen und dir die Sünden vorwerfen, die die christliche Kirche in den letzten 2000 Jahren begangen hat, dann verzage nicht. Es gibt ihn ja, den hilfreichen Freund, und er ist nicht fern. Bete im Stillen: „Komm, Heiliger Geist!“, und er wird dir beistehen, dich trösten und auch die richtigen Worte in den Mund legen, dass du deinen Glauben bezeugen kannst. Das müssen gar nicht besonders elegante oder besonders intelligente Worte sein, es werden aber Worte sein, die etwas von Gottes Liebe in seinem Sohn Jesus Christus widerspiegeln.

Und wenn du mal einen Abschnitt der Bibel liest oder eine Predigt hörst und dabei ganz verwirrt bist, wenn dir die ganze christliche Lehre plötzlich ziemlich verwirrend erscheint, wenn du Gott und die Welt nicht mehr verstehst, dann verzage nicht. Es gibt ihn ja, den hilfreichen Freund, und er ist nicht fern. Bete im Stillen: „Komm, Heiliger Geist!“, und er wird dir beistehen. Er, der Geist der Wahrheit, wird dich in alle Wahrheit leiten. Er gibt ja Zeugnis von Jesus, der die Wahrheit ist, dazu der Weg und das Leben. Er hat die Apostel und Propheten geleitet, dass sie Gottes Willen unfehlbar verkündigten und in der Bibel aufgeschrieben haben. Er will auch dein Verständnis öffnen, dass du durch das Zeugnis der Propheten und Apostel Gottes Willen für dein Leben erkennst, vor allem seine wunderbaren Verheißungen durch Jesus Christus.

Und wenn du mal von irgendeinem großen Leid getroffen wirst, und wenn du bis ins Innerste erschüttert und verwirrt bist, und wenn dir Gottes Liebe dann in weiter Ferne zu sein scheint, unerreichbar, dann verzage nicht. Es gibt ihn ja, den hilfreichen Freund, und er ist nicht fern. Bete im Stillen: „Komm, Heiliger Geist!“, und er wird dir beistehen. Du kannst sicher sein: Er empfindet nach, wie dir zumute ist. Es ist so, als würde er dich in den Arm nehmen und trösten, der Paraklet, der Tröster. Und wenn du auch viel zu traurig bist um zu beten, wenn dir ganz einfach die Worte dazu fehlen, dann wisse, dass dich der Heilige Geist bei Gott vertritt mit unaussprechlichem Seufzen. Es ist wirklich so, Jesus hat es versprochen, und du kannst dich darauf verlassen.

Ich habe es heute morgen erst gehört, aber ich finde es gut, es an dieser Stelle noch einmal zu nennen:
Jesus bereitete seine Jünger darauf vor, dass er bald sterben wird, er sagt ihnen zu, dass es schwierig wird. Dann wandte er sich zu Petrus und sagte ihm, dass der Satan hinter ihnen her sei, die Spreu vom Weizen zu trennen. Aber er sagte auch, dass er für ihn gebetet habe, dass er den Glauben nicht verliere. Und wir kennen Petrus, der fuhr auf: „Ich gehe mit Dir ins Gefängnis und wenn es sein muss bis in den Tod!“

Ich weiß nicht, wie es Euch geht, wenn Ihr plötzlich die Nachricht von Eurem besten Freund bekommt, dass es bald zu Ende geht. Aber meistens will man da stark sein, zeigen, dass man sich auf einen verlassen kann, aber eigentlich sieht es in Euch ganz anders aus. Jesus gab hier Petrus die Chance ehrlich zu sich zu sein. Aber er hat es nicht geschafft, ihm zu sagen, ich weiß nicht, ob ich das durchstehe. Ich weiß nicht, wie stark ich bin.
Ich möchte Euch ermutigen, ehrlich zu Euch zu sein. Euch ermutigen die Dinge mit Jesus anzusprechen. Ihn um Hilfe zu bitten. Ich kenne das von mir auch: „Nein, ich schaff das, ich halte durch!“, aber letztlich weiß ich, dass ich es nicht schaffen werde. Aber gebe ich das zu?
Ich habe es letzte Woche mal so richtig Gott hingekotzt. Alles das, was mich gerade bewegt, wo ich denke, es geht so nicht. All die Fragen, die sich in der letzten Zeit aufgetürmt haben, der Stress, den ich doch immer wieder habe.

Und was macht er? Er schickt mich nach Hannover. Mein Chef rief an und sagte ich müsse am Wochenende arbeiten. In Hannover wirft eine Kunde unseren Konkurrenten aus der Produktion und ich müsse ihn dabei unterstützen. Hat mir gar nicht gefallen, ich konnte zumindest noch absprechen, dass ich heute Abend unbedingt hier sein müsse.

Naja, ich fahre also am Freitag nach Hannover. Ein Kollege ist schon ein paar Tage da und muss aber abgelöst werden, weil er Pfingsten wieder arbeiten soll, letztes Wochenende hat er auch schon durchgemacht. Naja, dachte ich, das ist schon in Ordnung, ist ja auch nicht toll, wenn immer nur er an den Wochenenden arbeiten muss. Aber ich könnte die Zeit auch anders verbringen…
Und jetzt kommt Gott. Ich hatte ihm also alles hingeschmissen. Ich komme in Hannover an und der Kollege meinte zu mir: „Naja, ich habe heute mehr geschafft, als gedacht, sogar Deinen Part mit der Überprüfung des Interbusses, der für morgen 6:00 Uhr angesetzt war, habe ich schon geschafft. Du müsstest jetzt eigentlich nur noch eben den Kühler anschließen und befüllen, dann ist alles fertig.“

Wie jetzt, doch nicht voll durcharbeiten? Ich habe die gewonnene Zeit genutzt. Ich habe Gott gedankt und habe den sonnigen Tag dann genutzt um in die Herrenhäuser Gärten zu gehen. Das sind Gärten, die schon zu Königszeiten angesetzt wurden und bis heute mit viel Liebe gepflegt werden. Im Großen Garten, einer der Gärten, konnte ich bewundern, wie schön so ein Garten sein kann. Wie toll es aussehen kann, wenn sich Leute Mühe geben, weil sie Freude daran haben. Aber ich war auch im Berggarten, das ist ein Garten, der wie die Bundesgartenschau aussieht. Viele Beete, mit verschiedenen Pflanzen, die ich zum Teil noch nie gesehen habe. Ich wusste es gibt eine Pflanze namens „Iris“, aber dass man ihr ein ganzes Beet gibt, in dem alle ihre Sorten eingepflanzt hat. Überall standen Schilder mit den Namen der Pflanzen. Es war herrlich zu sehen, was Gott alles geschaffen hat.

In der ganzen Zeit wurde ich wieder ruhiger, alles, was mich gestresst hat, war nicht mehr wichtig. Ich konnte die Gärten, das Wetter, die Stille genießen. Ich war in Gemeinschaft mit Gott. Ich konnte auftanken.

Warum erzähle ich Euch das. Klar, die Gärten lohnen sich, wenn Ihr mal nach Hannover fahrt, nein, ich hätte hier keine Ruhe gehabt, ich wäre Gott hier nicht so begegnet, wie ihm da begegnen konnte, weil ich es hier wahrscheinlich nicht zugelassen hätte.
Jesus will uns den Beistand, den Tröster, den Paraklet geben. Und wenn wir uns entschieden haben, Jesus zu glauben, dann haben wir den Heiligen Geist in uns. Wir dürfen ehrlich sein, und Gott auch mal sagen, dass wir nicht glauben, dass wir es packen. Wenn wir Gott bitten, sich in unserem Leben zu zeigen, in dem, was wir tun, damit er verherrlicht wird, dann wird er dieses Gebet nur allzugerne erhören.
Jesus, konnte es auch nicht aushalten, dass er bald sterben würde, und dass man ihn vorher noch foltert. Er war ehrlich zu sich und hat seinen Vater um Hilfe gebeten. Hat nicht gesagt: „Naja, es muss halt!“ Und wir können das nachlesen: „Da erschien ein Engel vom Himmel und gab ihm neue Kraft.“

Macht es wie Jesus, seid ehrlich zu Euch selbst, und bittet den Vater um Hilfe. Lasst den Heiligen Geist in Euch wirken.

Amen.